Beim „Tag gegen das Vergessen“ erkunden unsere Jüngsten Lemgo

Im Rahmen des Projekts „Tag gegen das Vergessen“ nahm der 5. Jahrgang an einer besonderen Stadtführung zum Thema„auf jüdischen Spuren“ teil. Gemeinsam machten sich die Schülerinnen und Schüler morgens von der Realschule aus auf den Weg und trafen sich anschließend auf dem Marktplatz, wo sie von Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn in Empfang genommen wurden und erhielten bereits erste interessante Informationen zur jüdischen Geschichte der Stadt. Während der Führung wurde immer wieder an verschiedenen Stationen angehalten. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren unter anderem Wissenswertes über die Familie Frenkel und Karla Raveh sowie über das Leben der jüdischen Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus.

Die Kinder hörten aufmerksam und interessiert zu, stellten Fragen und zeigten großes Interesse an den Erzählungen. Besonders in Erinnerung blieb das Denkmal an der Stelle der ehemaligen Synagoge. Dessen Gestaltung wurde bewusst gewählt: Die Steine im vorderen Bereich sollen Wellen darstellen und das Leben symbolisieren. Die weißen Steine erinnern an die Kristalle beziehungsweise Glasscherben der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938, in der die Synagoge zerstört wurde. Auch die Auswahl der Bäume rund um das Denkmal wurde mit Bedacht getroffen.
Die Stadtführung war für alle Beteiligten sehr informativ. Die Schülerinnen und Schüler konnten viel über das frühere jüdische Leben in ihrer Stadt lernen und erhielten wichtige Einblicke in ein bedeutendes Kapitel der Geschichte.
Katharina Ellerbrock