Reichspogromnacht 1938

Realschul-Beitrag: Synagoge im Vordergrund

Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht 1938 am 9. November


Auch in diesem Jahr war es für unsere Schule ein besonderes Bedürfnis, an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht teilzunehmen. Hierfür bereiteten Schülerinnen und Schüler der AG „Jüdisch hier“ einen Beitrag vor.

Anders als in den letzten Jahren startete die Gedenkfeier nicht im Innenhof des Frenkelhauses, sondern pandemiebedingt auf dem Marktplatz. Neben den Reden von Bürgermeister Markus Baier und Pfarrerin Maren Krüger sprach auch eine Schülerin vom Marianne-Weber-Gymnasium. Musikalische Beiträge kamen vom Engelbert-Kaempfer-Gymnasium und der Städtischen Musikschule.

Die Heinrich-Drake-Schule hatte wie in den vergangenen Jahren Windlichter vorbereitet, die an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung ausgegeben wurden. Nach den Reden ging es traditionell in einem Schweigemarsch zum Mahnmal am alten Standort der Lemgoer Synagoge in der Neuen Straße.

Nach einer kurzen Trommeleinleitung der Musikschule traten unsere Schülerinnen und Schüler ans Rednerpult. Sie berichteten über ihre Recherchearbeit zu dem von ihnen produzierten Dokumentarfilm über die Lemgoer Synagoge. So gaben sie den Zuhörerinnen und Zuhörern einen Überblick über die Geschichte des Synagogenplatzes der letzten rund 135 Jahre. 1885 begann man hier mit dem Bau des Gotteshauses, das eben in der Reichspogromnacht am 9./10. November 1938 von Anhängern des Nationalsozialismus gezielt abgebrannt und zerstört wurde.

In den Nachkriegsjahrzehnten entstanden erste Gedenktafeln an diesem Ort, bis 1986 das jetzige Mahnmal errichtet wurde. Im Anschluss an die Rede unserer Neunt- und Zehntklässler rundeten Schülerinnen und Schüler der Karla-Raveh-Gesamtschule mit Fürbitten die Gedenkveranstaltung ab.

Insgesamt tat es gut zu sehen, dass trotz der pandemischen Lage so viele Menschen dieses Verbrechens und Schandflecks der deutschen Geschichte gedenken wollten. In einem würdigen Rahmen, zu dem wir unseren Beitrag leisten durften, konnte dies glücklicherweise in Präsenz stattfinden. Mag 1938 lange her sein – die ewig gestrigen Geister sind leider immer noch oder wieder aktiv.

Thorsten Holling/Stephan Krause

 

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