Videoprojekt

17 Leute, 4 Tage, 5 Minuten Film

Neuntklässler drehen Info-Film über Realschule: Anklicken lohnt sich

Hier gehts zum Video...

Da stehst du nun also da. Einen Haufen Fragen im Gepäck, 14 andere Mitschülerinnen und Mitschüler um dich rum. Zwei unbekannte Männer stehen dir gegenüber, im Raum ist jede Menge technischer Krimskrams zu sehen. Kameras für Fotoaufnahmen. Filmkameras. Scheinwerfer. Alles irgendwie anders als im „normalen“ Unterricht. Irgendwie aufregend und doch auch ungewohnt. Was wollen die von mir? Was die wollen? Ein Video mit dir und den anderen drehen. Über deine Schule. Oha – na denn mal los… So oder so ähnlich mag es den 15 Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern an jenem Montagmorgen Ende November gegangen sein, als sie im Informatikraum aufschlugen, weil da irgend-so-ein „Videoprojekt“ stattfinden sollte.

Doch alles recht unklar. Hörte sich aber auch jeden Fall spannend an. Cool ist an so einem Projekt ja letztlich, dass am Anfang nichts steht und am Ende ein Ergebnis, von dem man vorher nicht weiß, wie es hinterher aussieht. Oft will Schule ja genau das Gegenteil erreichen: Lernen, um am Ende zu einem möglichst ähnlichen (bei Mathe möglichst gleichem) Ergebnis zu gelangen. Wer kreativ arbeitet, zumal mit „seiner“ Schule, der braucht aber Freiheit, Intuition, Gelegenheiten, Mut und manchmal den Schwung des Augenblicks.

Daniel Schneider und Arthur Stouk von Rapschool NRW nahmen die Jugendlichen an die Hand und gaben eben kein fertiges Konzept vor. Was auch tödlich gewesen wäre, denn zum bloßen Abfilmen braucht man weniger Ideen als für eigene kreative Vorstellungen. Also: Vier Tage Zeit, um ein Video von Anfang bis Ende selbst zu produzieren, das unsere Realschule Lemgo darstellen sollte. Ohne Vorgaben „von oben“. Wer nicht am Projekt beteiligt war, sah vier Tage lang immer wieder Kleingruppen mit Block und Ausrüstung durch die Schule eilen. Planungen, dann Filmdreh. Ob Turnhalle, Fachräume, Schulhof… Dazu wurden Interviews geführt mit Lehrkräften und der Schulleitung. Ewig langes Material, welches bewertet, gekürzt und geschnitten werden musste.

Für die Schülerinnen und Schüler, die am Projekt teilgenommen haben, war es eine echte Bereicherung auch hinsichtlich einer konkreten Vorstellung für die eigene Berufswahlorientierung. In Zeiten wie diesen sind die Möglichkeiten rar geworden. Umso mehr wissen wir diese Erfahrung zu schätzen. Das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen. Nicht nur für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfte es beeindruckend sein, wieviel Arbeit in nur wenigen Sendeminuten steckt. 17 Leute, vier Tage, fünf Minuten Film? Lohnt sich das? Ja – lohnt sich: www.realschule-lemgo.de Ermöglicht wurde dieses coole Stück Schule durch die tatkräftige und finanzielle Unterstützung vom ZDI/Lippe Bildung eG, vertreten durch Thomas Mahlmann. Die Realschule bedankt sich sehr herzlich bei allen Beteiligten. Stephan Krause

 

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